Family and Friends (Family only)
Family and Friends Volume 2
Der Februar ist vorbei! Das bedeutet: ein druckfrisches Update direkt aus Japan.
Es gibt einige neuen News, also starten wir gleich rein!
Knie, die zweite
Kurz und (eigentlich ja schon eher) schmerzlos: Ja, leider is iwas mim Knie. Was genau erfahre ich dann nächste Woche. Nach dem X-Ray gab es nun aber auch den Besuch beim MRT.
Es fühlt sich eher an wie diese eine unangenehme Mail an den Chef, die du schon seit Wochen vor dir herschiebst…ganz ignorieren kannst du sie nicht, auch wenn du dich ganz doll anstrengst.
Ob sie amputieren müssen oder alles doch nicht so schlimm ist erfahrt ihr dann im März.
Neue Jobs, neue Herausforderungen
:)
Seit Februar darf ich in einer kleinen Schule in Takahatafudo als Englischlehrer mein Unwesen treiben. Die vielen unterschiedlichen Alters-und Lerngruppen machen den Unterricht wirklich abwechslungsreich. Und als Bonus lerne ich mindestens genau so viele neue Wörter auf Japanisch wie meine Schüler und Schülerinnen auf Englisch!
“Ähm, Siri, was war nochmal: please introduce yourself, aber auf japanisch”
Auch als Tour Guide durch Tokyo darf ich ab nächstem Monat Japan Frischlingen das pulsierende Shibuya crossing und den traditionelle Asakusa Schrein zeigen.
Im Schnee von Asakusa
Bei meiner shadowing Tour kam jedenfalls ordentlich Schnee runter. Tokyo in weißem Kleid kann sich auf jeden Fall sehen lassen, auch wenn es nur ein kurzes Vergnügen war.
Ein bisschen Schnee werde ich hoffentlich noch einmal zu Gesicht bekommen. Im besten Falle auf Skiern. Ob das klappen wird (und mein Knie mitmacht) erfahrt ihr dann in der nächsten Ausgabe.
Aus dem FF (Februar Filme)
sehr coole Präsentation von "Requiem for a Dream" in einem Kino in Shinjuku
Ansonsten war der Februar geprägt von tollen Filmen:
ich habe mich bei Send Help darüber gefreut, dass Raimi so langsam wieder an seine Horrorwurzeln anschließt, gerätselt ob in Bugonia Emma Stone nun ein Alien sei oder nicht, wurde sentimental, weil Renate Reinsve für ihre fantastische Leistung in Sentimental Value wahrscheinlich keinen (höchst verdienten) Oscar erhalten wird und bin geschockt über Requiem for a Dream. Zum einen, dass ich Arronofskys Auseinandersetzung mit der zerstörerischer Macht der Drogen und jener, die ihre Abhängigkeit schamlos ausnutzen so lange vor mir herschob und zum anderen über die Wucht, die dieser Film noch immer besitzt. Ein fantastischer Streifen, aber einmal sehen reicht, danke!
Da kann ich ja von Glück sagen, dass ich auf keinen Drogen hängen geblieben bin…
Feierabend Bier mit Daisuke und Miriam :)
…Wobei: während ihr euch diese Zeilen bei einem wohlwollenden Sonntagskaffe zu Gemüte führt, bin sehr wahrscheinlich noch dabei mich von einer langen Nacht auszukurieren, in der die (meine) Bayern beim BVB aus Dortmund gastierten…um 2:30 in der Früh (seufz). Man muss doch verrückt, ja gar besessen um sich das anzutun?!? Aber wie singt die Süd doch so schön:
Wie eine Droge, die ich zu mir gekommen
[…]
Oh Bayern München, du hast mein Herz gewonnen
Naja. ¯\_(ツ)_/¯
Die Kirschblütenzeit steht vor der Tür
Lesen im Inokashira Park macht bei dem Wetter besonders Spaß!
Ansonsten kommt so langsam Routine bei mir ein, was mir vieles erleichtert. Ich ziehe mit dem Fahrrad gerne meine Kreise, habe eine neue Tandempartnerin zum lernen gefunden, probiere neue Gerichte, genieße Regentage zu Hause und habe bei dem kalten Wetter gefühlt ausschließlich dieses Nabe gekocht.
Jetzt freue ich mich erst einmal auf die warmen Temperaturen im März…Sakura steht vor der Tür! 🌸
Da weit weg von seinen Freunden zu wohnen auch manchmal ein wenig einsam machen kann, freue ich mich immer wahnsinnig über jeden eure Nachrichten. Vielen vielen Dank!
In diesem Sinne, bis zum nächsten Monat!
Moritz
おすすめ
Keine Mail ohne Empfehlungen!
Zu aller muss ich kurz eine Lanze für Knight of the Seven Kingdoms brechen (pun aber sowas von intended). Was für eine fantastische Serie! Ich lege mich fest: Game of Thrones war nie besser!
Egg: “I really think I could be happy in a place like this”.
Dunk: “You're in a place like this”.
Nun aber zu meinen eigentlichen Empfehlungen:
64 habe ich vor Jahren von Mama zum Namenstag bekommen und auch wenn das ein ganz schöner Schinken ist, war ich doch fasziniert, wie Autor Hideo Yokoyama den Polizeiapparat und japanische Familienverhältnisse in einem Entführungsfall verstrickt, dessen Ohnmachtsgefühle man im Hinblick auf Erpressertum deutlich zu spüren bekommt. Kein lockerer pageturner, aber trotzdem spannend und vielschichtig zugleich.
Neue Japanische Wörter:
昨日 (きのう) heißt „gestern“ wird aber fast so wie „Kino“ ausgesprochen :) Warum ich das Wort gerne habe, brauche ich auch wahrscheinlich nicht zu erklären
So, das war’s nun aber wirklich. Hab’t nen schönen Sonntag und bis Ende März! まった 来月 !
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